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Herbert Schoppmann "Kopfsprung"

26.8. - 7.10.2012

Herbert Schoppmann ist ein ungegenständlicher Maler.

Dabei sieht das Ungegenständliche gegenständlich aus, denn die teilweise amorphen Formen liegen verschattet oder gespiegelt auf Flächen, die sich selbst wiederum als Form zurücknehmen. Irgendetwas liegt oder steht auf irgendetwas anderem, ist eingebettet, verschachtelt, drückt in weiches und lagert auf hartem. Dabei geht es um reine Malerei, deren Abstraktionen sich vergegenständlichen und deren figurative Appelle sich bei längerem Verweilen ausblenden. Die Bilder markieren so eine imaginäre Mitte zwischen Entstehen und Vergehen.

Ihnen liegt keine direkte Auseinandersetzung mit der Welt der sichtbaren Dinge zu Grunde. Dennoch schwingt diese Welt als Hintergrundstimmung immer mit, sodass aus einer wirren Farbverschmelzung, aus Schlieren und Überlagerungen plötzlich ein Gegenstandsimpuls ausbricht, um im gleichen Moment in Vergessenheit zu geraten und anderen Impulsen eine Chance zu geben. In allem steckt vieles.

Diese Gegenstandsgebilde sind noch nicht und doch schon, haben aber gleichzeitig eine selbstverständliche Präsenz als seien sie schon immer da gewesen. Das kann an ihrer oft organischen Qualität liegen, die dem Betrachter als eigene Körperlichkeit vertraut ist und die er deswegen gerne in den Bereich des Biologischen einordnen möchte. Dennoch ahmen sie nichts nach, sondern verstehen sich selbst als malerische Geste, die nur auf sich selbst verweist. Für sich selbst betrachtet sind sie das auch. Aber erst im Kontext der sie umgebenden Räume entfalten sie ihre assoziative Kraft. Eine größtenteils alogische Architektur nimmt sie auf, spuckt sie aus, lagert sie auf ratiomorphen Inseln ein und präsentiert sie auf glatten Flächen, die ihrerseits instabil sind und ins Ungefähre auslaufen. Oft legt sich die Form in dunkel ausgeleuchtetes Ambiente, das sich vom Innen- bis zum offenen Außenraum öffnet. Eine Horizontale wird zum Horizont. Weitere Angebote in Richtung Landschaft werden verweigert, denn auch die Räume wollen nicht gegenständlich verstanden werden, sondern dienen als rationale Antipoden zu den biomorphen Massen. 


Der Verführung zur Reduktion verfallen diese Bilder keineswegs, aber auch gegen eine Überfüllung setzen sie sich durch das Einbringen größerer Freiflächen zur Wehr. Hier kann sich das Auge ausruhen und schweifen, nachdem es in Verdichtungszonen zu suchen und zu ordnen hatte, um sich anschließend wieder ins Getümmel zu werfen. Trotz chaotischer Signale gibt es eine klare Struktur. Die Bilder sind streng durchkomponiert und ausbalanciert. Sie jonglieren mit den Extremen von hell und dunkel, voll und leer, rund und eckig. Die Farbaufträge wechseln von einem kräftigen, pastosen Farbeinsatz bis zu zart lasierenden Farbverläufen. Alles in allem hält sich die Farbigkeit jedoch zurück und verlegt sich auf Nuancierungen und Abschattierungen. Die Bildstrategie ist konsequent und folgt einer individuellen Logik, die eine hohe Wiedererkennbarkeit garantiert. Modischen Attitüden wird eine in sich gekehrte Mythologie entgegensetzt, die den Maler nicht aus allen Bezügen des Zeitlichen schleudert, sondern ihm eine distanziert ästhetische Position zuweist.

Neben seiner bildnerischen Tätigkeit ist Herbert Schoppmann Mitglied der Münsteraner Musikgruppe ERROR SIX, die in Zusammenarbeit von Weberei, Kleine Bühne e.V. und Kunstverein mit einem Konzert am 3. Okt. 2012 um 20 Uhr im Kesselhaus der Weberei Gütersloh zu hören sein wird.

Eine Hörprobe finden Sie unter dem nachstehenden Link

www.youtube.com/watch?v=3XBn9os1Ruo


 

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