Ivan Bazak

Ivan Bazak
Berni in Omas Haus

Installation, Objekt, Video, Foto, Malerei

8.9. – 13.10.2019

Ivan Bazak zeigt in seiner Ausstellung und Installation wie vielschichtig, verwoben und multivektoral Migrationsbewegungen sind. Exemplarisch erzählt er die Geschichten zweier Grenzgänger und eröffnet damit einen ungewohnten Blick auf das Thema Migration, das im medialen Diskurs der Gegenwart vor allem als Problem behandelt wird: Während Migrantinnen und Migranten hier wahlweise als Opfer oder als Bedrohung gesehen werden, erscheinen sie in Ivan Bazaks Arbeit als kreative transnationale Subjekte. Berni, ein Deutscher, findet ein temporäres Zuhause in der Ukraine, im Haus der Oma von Ivan Bazak. Der Ukrainer Vitalik wiederum besucht seine Mutter in Italien. Mit seiner Geschichte zeigt Bazak, wie der respektvolle Umgang miteinander von der Sackgasse politischer Entgegensetzungen und Klischees wegführen soll.

In der Ausstellung dokumentieren Objekte, Videos, Bilder und Malerei Vitaliks Reise. Die realen und erdachten Grenzsetzungen macht Bazak sichtbar: in einer erstmaligen Kooperation mit dem Theater Gütersloh baut er das Haus seiner Großmutter in einer Installation im Foyer und auf dem Theaterplatz nach. 

Ivan Bazak studierte an der Nationalen Akademie der Bildenden Künste und Architektur Kiew und absolvierte ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler bei Prof. Karl Kneidl.  Er war Artist in Residence bei „Kultur-Kontakt Austria“, bei der Stiftung BINZ39 in Zurich sowie Stipendiat des Goethe-Instituts in St. Petersburg. Ausstellungen führten ihn u.a. ins Zentrum für Zeitgenössische Kunst Kiew, in die Artothek Köln, ins Museum am Ostwall in Dortmund und zur Biennale in Lodz.