Wolfgang Ellenrieder
Malerei, Objekte, Rauminstallation
31.5. – 19.7.2026
Ausstellungsort: Kunstverein
Eröffnung: Sonntag 31.5. um 16 Uhr
In der Kunst ist immer schon mit einer gezielte Ununterscheidbarkeit zwischen Fakten und Fiktion, zwischen Dokument und Konstrukt, Manipulation und Authentizität gespielt worden. Der Physiker Werner Heisenberg beschreibt dies als „Verdunstung einer objektiven Wirklichkeit“. Dies kann natürlich verunsichern, bietet aber andererseits die Möglichkeit, mit der Konstruktion vieler gleichberechtigter aber unterschiedlicher Wirklichkeiten zu arbeiten. Das Bild, das wir von der Wirklichkeit zu haben scheinen, ist letztendlich das Resultat eines vernetzten Interpretationsprozesses und somit eine Konstruktion und individuelle Möglichkeit. In diesem Beziehungsgeflecht von Wirklichkeit, dem Abbild von Wirklichkeit und dem kunstgeschichtlichen Kontext treibt Wolfgang Ellenrieder in seinen Arbeiten immer wieder ein irritierendes Verwirrspiel. Seine Ausstellungen inszeniert er dafür oft als umgreifende Raumkonzepte, in denen etwa unterschiedliche Oberflächen so miteinander kombiniert werden, dass sie nicht sofort preisgeben was sie wirklich sind: Strukturdrucke, die hochwertige Materialien simulieren, Holzschnitte, die auf der Grundlage von Gebäudeelementen vor Ort entstanden sind oder dreidimensionale »Farbobjekte«, die auf vorhandene Architekturelemente Bezug nehmen oder den Raum fiktiv erweitern.

